Buchkritik

Das Alphabethaus (Jussi Adler Olsen)

11:49

Das Alphabethaus (Jussi Adler Olsen)


1944 und die zwei britischen Piloten und Freunde Bryan und James stürzen auf feindlischem Gebiet über Nazideutschland ab. 
Mit viel Kraft schaffen sie es in ein Senatorium für Geisteskranke (Das Alphabethaus) und versuchen sich dort als Simulanten durchzuschlagen. 
Der Aufenthalt wird zu einer zerreisenden Probe für die beiden - sowohl für ihre Freundschaft, als auch für ihren seelischen und körperlichen Zustand.
Und auch Jahrzehnte später zeigt dieses Ereignis seine Spuren.


Ich muss zugeben ich war etwas skeptisch, als ich das Buch auf meinem Geschenketisch vorfand.
Ein dicker Schmöcker und erfahrungsgemäß muss man sich durch diese irgendwann dann doch einmal durchbeißen, weil sie schnell an Länge gewinnen. Und dann auch schon wieder etwas über die ach so bösen Deutschen.

Doch trotz Vorurteile kam die Story anfangs sehr schnell ins Rollen und war spannend und zugleich schockierend zu lesen wie es den beiden Protagonisten im Senatorium ergeht.
Dennoch weißt das Buch meiner Meinung nach zur Mitte hin dann doch wieder deutlich Längen auf, als es dann zum tausendsten Übergriff kommt - der Leser beginnt sich zu fragen: Soll das jetzt das ganze Buch so weiter gehen oder passiert noch etwas?

Interessant wird das Buch dann aber wieder in der Mitte - der Wendung.
Und ab dieser Stelle hab ich das Buch in nur wenigen Stunden bis zum Ende verzerrt und konnte mich diesem kaum entziehen. Schließlich will man endlich wissen wie es um die Freundschaft von Bryan und James steht. Adler Olsen kann schreiben, er hat einen tollen Stil und eine bildhafte Sprache, da macht es dann wenig aus, dass die Story nicht unbedingt unvorhersehbar und auch ein wenig abstrus ist - es macht Spaß weiter zu lesen.... bis zum Ende.
Das Ende kommt wieder sehr schleppend und gefällt weniger, was als Abschluss natürlich nicht gerade vorteilhaft für das Gesamtresumee ist. 

Achja: Und die Deutschen sind natürlich wieder Klischeemäßig durch und durch böse ;)

Leider hab ich bisher keins der anderen Bücher von Adler Olsen gelesen, kann deswegen keine Vergleiche ziehen.
Für mich als Erstleser war das Buch gut, aber dennoch auch ein Buch, welches mir nur stellenweise im Kopf bleiben wird. 

Note: 2-3

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