Filmkritik

{Kinofilm Kritik} Das verborgene Gesicht (Regie: Andrés Baiz)

17:10

Das verborgene Gesicht (Regie: Andrés Baiz)

Zu allererst gilt zu sagen: Der Film könnte um einiges besser sein, wenn man sich den Trailer vorher NICHT anschaut.

Offensichtlich ist es zwar gewollt, dass der Zuschauer die Handlung schon im Vornherein weiß, dennoch könnte ich mir auch vorstellen, dass es den Trailermachern lediglich nicht gelungen ist den Film zu beschreiben und Interessant zu machen ohne jegliche Spannung beim späteren Ansehen aus dem Film zu nehmen.
Hat man den Trailer nämlich bereits begutachtet weiß man schon was zur zweiten Hälfte des Filmes passieren wird - ohne dessen Wissen würde es den Film meiner Meinung nach jedoch um einiges beeindruckender machen.
Denn weiß man was passiert ist das Ende des Filmes nur noch halb so interessant und unerwartet und er schockiert nur noch wenig.
Ein Film der echtes Potential hätte wird so zu vorhersehbar. 

Andererseits ist es auch schwierig die Handlung zu beschreiben ohne zu viel zu verraten und den Interessierten nicht den Eindruck eines Horrorfilms zu geben. 
Das vorweg: Es ist kein stupider Horrorstreifen - die Handlung ist wirklich durchdacht.
Für die Fans des Horrorgenres ist dieser Streifen daher eher weniger zu empflehlen: Keine Monster, weniger Herzschockmomente.

Mein Versuch den Film nun also auf eine andere Art zu beschreiben, um die Spannung mehr zu erhalten klingt also folgendermaßen vereinfacht:
„Das verborgene Gesicht" könnte man beinahe schon als spannenden Liebesthriller titulieren, beschreibt er doch die dunkle Seite der Liebe und den Versuch die Liebe des Partners zu testen.

Da der Film offensichtlich nicht als Horrorfilm angedacht ist kommt er nur langsam in Schwung, wird aber zur zweiten Hälfte teilweise richtig spannend.
Auch der Wechsel der Erzählperspektive und diverse Zeitsprünge machen den Film interessanter und bescheren viele nette "Aha" Effekte.

Die Synchronisation des Films ist meiner Meinung nach nicht ganz gelungen, was mich während des Schauens doch etwas gestört hat.
Oft sprechen die Charakter zu übertrieben, was z.B. Fabianna (Martina García), die meiner Meinung nach ohnehin nicht mit ihrem schauspielerischen Können (dafür aber mit viel Nacktheit) beeindruckt noch zusätzlich nervend macht.
Die Dialoge sind (vielleicht aber auch nur in der Synchronisation) oft etwas gestochen. Entschädigend ist dafür ist aber Belén (gespielt von Clara Lago) deren Ausdruck überzeugend ist und somit ihren Part der Story in eine beängstigende Vorstellung verwandelt.


Mein Fazit:
Kein Geheimtipp und meiner Meinung nach durchaus sehenswerter ohne Vorwissen.

Wer aber zu neugierig ist und nicht drumrum kommt den Trailer zu begutachten: auch für diese hat der Film durchaus seine Stärken, wenn er auch erst in der zweiten Hälfte richtig in Schwung kommt und zu einem spannenden Eifersuchtsthriller wird. 

Abzüge gibt es bei den Dialogen, der Synchronisation und der schauspielerischen Leistung - daher nur eine 3.

Note: 3

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