Filmkritik

{Kinofilm Kritik} Cloud Atlas

19:58

Cloud Atlas


Um über diesen Film zu schreiben musste ich doch erst einmal ein bisschen meine Gedanken ordnen – so vielschichtig ist dieser Film. Doch der Reihe nach.

Schon die Geschichte zu „Cloud Atlas“ ist schwierig in Worte zu fassen – vielmehr handelt es sich um eine lange Geschichte erzählt von einem alten Mann (ein gealterter Tom Hanks), der mehrere Geschichten - 6 um genau zu sein - von verschiedenen Charakteren aus verschiedenen Zeitepochen und verschiedenen Schicksalen erzählt – und dennoch sind diese alle miteinander verknüpft, was auf den ersten Blick nicht allzu offensichtlich ist.
Diese Geschichten spielen alle zu verschiedenen Epochen, welche von 1849 bis nach der Apokalypse reichen und auch die Charaktere sind sich sehr unterschiedlich.
Sechs Schicksale, die Jahrhunderte voneinander trennen, welche aber dennoch miteinander verbunden sind.
Doch mehr kann beziehungsweise will ich gar nicht verraten. Glaubt mir, umso weniger ihr von der Story wisst, umso besser!


Ein Film mit Starbesetzung - und dann auch noch in mehrfacher Ausführung!
Die verschiedenen Geschichten werden trotz der Vielzahl an Charaktere immer wieder von denselben Schauspielern besetzt, was wohl den Eindruck von Widergeburten der einzelnen Charaktere dienen soll.
Doch die Charaktere sind in jeder Geschichte anders: sie switchen zwischen Haupt- und Nebenrollen, den lieben und den bösen Buben, ihr Alter und sogar ihr Geschlecht. Jedes Individuum hat somit durch sein Handeln und seine Entscheidung eine Auswirkung auf die Welt, die Geschichte und sein Umfeld.
Tom Hanks und Halle Berry sind nur zwei der Schauspieler, die in allen sechs Geschichten wieder gefunden werden können.
Hugh Grant konnte ich übrigens nur einmal erkennen, daher würde mich mal interessieren, wie oft ihr ihn zählt. ;) Ich war erstaunt, als ich den Abspann sah, grandios gespielt! Und auch Tom Hanks mal in einer ganz für ihn untypischen Rolle zu sehen war ebenfalls erfrischend.
Das Buch „Wolkenatlas“ von David Mitchell galt als unverfilmbar. Ehrlich gesagt hab ich das Buch nie gelesen und kann daher nicht darüber urteilen, ob es den Filmemachern ( Andy und Lana Wachowski, die Macher der „Matrix“ Triologie und Tom Tykwe, der Macher von „Lola rennt“) so gut wie das Buch gelungen ist, doch mir ist durchaus bewusst – nach Betrachten des Filmes – vor was für einer riesigen Aufgabe sie gestanden haben mussten.

Besonders erwähnenswert ist meiner Meinung nach natürlich das Make Up, welches es schafft, die verschiedenen Epochen, Volksgruppen und Geschlechter zu schaffen. Nicht IMMER hundertprozentig gelungen, die meiste Zeit aber gerade zu grandios. Schon für die Verwandlung der einzelnen Schauspieler und das Suchen dieser in ihren einzelnen Rollen, lohnt sich das Sehen dieses Films!
Ein Oscar für das beste Makeup sollte diesem Film aufjedenfall sicher sein, etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Wobei ich glaube, dass es dabei womöglich nicht bleiben wird…

Dazu kommt der überragende Schnitt, der es schafft, dass beim Zuschauer trotz  der 177 Minuten keineswegs Langweile aufkommt. Immer zu den richtigen Zeitpunkten gesetzt erklärt er nach und nach auch immer mehr den Zusammenhang der einzelnen Geschichten und bringt uns gespannt durch die verschiedenen Geschichten. Freude, Trauer, Humor, Wut, es ist alles vorhanden, was das ‚Filmguckerherz‘ begehrt!
Gespickt mit vielen kleinen Details wird der Film nicht nur sehenswert – es ist für mich ein Grund den Film noch ein weiteres Mal gucken zu wollen… und noch einmal!
Dies ist aber auch zugleich mein einziges Minus des Films. „Cloud Atlas“ birgt so viele Details, so viele Informationen, so viele fesselnde Bilder, dass es einen nach dem Kinobesuch doch erstmal verwirrt stimmt und die Angst birgt, man habe etwas verpasst. Aber der Film macht auch nachdenklich und gerade das macht einen guten Film doch aus!

Es ist eine Geschichte, die so noch nicht erzählt wurde. Jede Geschichte schon für sich einzigartig und erzählenswert, in der Menge grandios, interessant, verwirrend und mit philosophischem Sinn, alles gespickt mit wunderschönen Bildern.

Fazit
Ein wunderschöner Film, mit vielen tollen Bildern, der in verschiedene Welten entführt, der verschiedene Geschichten erzählt, verschiedene Genre abdeckt und sogar noch einen tieferen Sinn hat. Den Fans von Matrix wird zum Beispiel besonders die Geschichte der Sonmi-351gefallen.
Für mich ein Meisterwerk und „Must See 2012“.
„Cloud Atlas“ stellt meiner Meinung nach „Avatar“ in den Schatten, vom welchem ich aber eh nie ein großer Fan war. Wahr wahr! Reingehen, mitphilosophieren und mit mir diskutieren - ich würd mich darüber freuen! 

Note 1-2 (Meine 1 muss ich mir ja aufheben ;) ) 

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