Filmkritik

{Kinofilm Kritik} Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger (Regie: Ang Lee)

20:03

Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger (Regie: Ang Lee)


Die Story

Piscine (Suraj Sharma), welcher von allen jedoch nur Pi genannt wird, ist gezwungen mit seiner Familie und den Tieren des Zoos seines Vaters nach Amerika auszuwandern. Während der Reise auf dem Ozeandampfer geraten sie jedoch in einen Sturm und das Schiff kentert.
Pi kann sich auf ein Rettungsboot retten und versucht sich auf diesem durchzuschlagen und zu überleben – doch was die Sache noch um einiges spannender macht: Der einzige, der sich mit ihm das Boot teilt ist der Tiger des Zoos Richard Parker. Nun gilt es nicht nur auf hoher See weit entfernt von jeglichem Festland zu überleben sondern auch noch sich nicht von einer gefährlichen Raubkatze auffressen zu lassen. Wie und unter welchen Opfern Pi diese entbehrungsreiche Odyssee überlebt, davon berichtet der mittlerweile erwachsene Piscine (Irrfan Khan).

Die Kritik 

"Life of Pi" war nun also mein letzter Kinofilm für das Jahr 2012 und zugleich einer der Bewegendsten. Ich fand den Film wunderschön. Schon allein die 3D Technik wird optimal genutzt. Während in vielen Filmen der 3D Effekt nur eine nette aber doch eher unnötige Spielerei ist kommt sie in „Life of Pi“ wirklich ungeheuer zur Geltung – wunderschöne Bilder, die zum Träumen einladen. Doch das ist es nicht was den Film so ergreifend macht - man kann mir noch so schöne Bilder präsentieren, wenn die Story nicht stimmt. Und dann ist es Suraj Sharma, der es mit wenigen Blicken und Reaktionen schafft in sein innerstes Blicken zu lassen und dem Zuschauer das, was hinter dem Feuerwerk an Technik steckt, zu erzählen. Suraj Sharma, nimmt man seine Rolle, obwohl er keine Filmerfahrung hat, ab. Er passt perfekt in den Charakter.
Auch die Geschichte (basierend auf dem Erfolgsroman „Schriffbruch mit Tiger“ von Yann Martel) wird zu keiner Minute langweilig – und das wo doch der Ort des Geschehens  mit dem Rettungsboot sehr begrenzt ist. Obwohl man sich die meiste Zeit nur auf dem Meer befindet bleibt die Story spannend, überraschend und vorallem: berührend. Obwohl ich (zugegebenermaßen) ein Mensch bin, der sehr nah am Wasser gebaut ist haben es die letzten Kinofilme nie geschafft mir Tränen in die Augen zu zaubern – Life of Pi jedoch schon.Es ist ein Film, der sehr viel mehr aussagt als man vielleicht meinen könnte. Es geht zwar ums durchhalten und ums überleben, aber auch um die Beziehung eines Jungen zu einem Raubtier, der auf paradoxe Weise nicht nur eine riesige Gefahr ist sondern auch zu Pis Überleben verhilft.
Was mich jedoch etwas gestört hat war, dass der Glaube zu Gott eine sehr wichtige Rolle in diesem Film spielt - und da ich, wie ich gestehen muss, kein gläubiger Mensch bin -  hatte ich etwas Probleme mit der Interpretation des Endes, welches den Zuschauer zum Nachdenken anregt und - so viel sei verraten- Freiräume lässt. Auch läuft der Film an dieses Stellen Gefahr zu kitschig zu werden. Das letzte bisschen zur Note 1 hat daher also gefehlt. Ein kurzes auftauchen des absolut verfetteten und unansehnlichen Gerard Derpadieu ist übrigens auch – und wenn nur für einen kurzen Moment – passend und sehenswert. 

Fazit: 

Wunderschöne Bilder, gut gewählte Schauspieler und eine Story die ans Herz geht. Mein Kinojahr 2012 hat hiermit einen schönen Abschluss gefunden. (Für alle Fans von Cast Away) 

Note: 2+

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