Filmkritik

{Kinofilm Kritik} "Django unchained" Regie: Quentin Tarantino

20:06

"Django unchained" Regie: Quentin Tarantino

Die Story 

Nach "Inglourious Basterds", in denen die Juden gerächt werden und den Nazis ordentlich in den Arsch getreten wird, sind nun die Sklaven an der Reihe ihre Rache zu bekommen. So kommt es, dass ein schwarzer Cowboy zur Hauptrolle wird.

Der Deutsche Dr. King Schultz (für diese Rolle mit dem Oscar nominierter Chritoph Waltz) kauft den Sklaven Django (Jamie Foxx) frei, damit dieser ihm hilft, dass auf die drei Verbrecher Big John, Ellis und Roger Brittle Kopfgeld einzutreiben.
Da Django diese nur allzu gut in Erinnerung hat und Schultz nicht weiß wie die drei aussehen, ist er auf die Hilfe des Sklaven angewiesen.

So kommt es, dass auch Django wie auch Schultz zu einem Kopfgeldjäger wird und sie gemeinsam auf Verbrecherjagd gehen, stets begleitet von dem einen Wunsch: Seine Frau wiederzufinden – und das auf Leben und Tod. So beginnt ein brutales, blutspritzendes Abenteuer mit dem Ziel diese zu befreien...


Die Analyse 

Ich selbst bin ein RIESIGER Tarantino Fan. Ich liebe seine Filme und seine Erzählkunst. Auch wenn es doch sehr gewalttätig ist, hat er doch eine gewisse Ironie und Komik, die seine Brutalität wieder ins Witzige umkehrt. Daher bleibt er für mich in diesem Genre unangefochten.

Auch in "Django" hat Quentin seinen Humor nicht verloren und so bleibt gleich vornweg zu sagen: Django ist ein typischer Tarantino.
So schafft es der Pulp Fiction Macher z.B. in einem Western Film Hip Hop Musik einfließen zu lassen, ohne dass es lächerlich wirkt. Im Gegenteil, es unterstreicht einfach nochmal seine Art von Humor und seinen Geschick als Regisseur und Drehbuchautor.
Die Fans werden den Film lieben und die, die mit seinen Filmen noch nie etwas anfangen konnten, werden wohl auch von diesem Film nicht wirklich begeistert sein.

Für das Drehbuch hat Tarantino gerade den Golden Globe gewonnen und ein Oscar wird auch nicht unwahrscheinlich sein. Außer dem spritzenden Blut und der Gewalt, hat "Django" nämlich noch mehr zu bieten, als man vermuten würde – wie z.B. die Geschichte von Siegfried und Brunhilde, die die Namensgebung von Djangos Frau Broomhilda erklärt - und vieles mehr.

Über die schauspielerische Leistung braucht man eigentlich erst gar nicht anfangen zu reden: Absolute Star Besetzung und jeder Schauspieler absolut talentiert in dem was er macht.
Christoph Waltz ist meiner Meinung nach zurecht Oscarnominiert (und Golden Globe ausgezeichnet) und auch Leonardo DiCaprio macht als unberechenbarer Calvin Candie wie immer eine gute Figur (ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass Leo – Titanic ausgenommen – meiner Meinung nach einer der größten Schauspieltalente unserer Zeit ist).
Samuel L Jackson sieht man mal von einer ganz anderen Seite und auch Jamie Foxx passt gut in seine Rolle.
Und ja, die Tarantino Fans kennen es bereits: natürlich lässt auch der Meister persönlich es sich nicht nehmen, selbst auch in seinem Film aufzutauchen.

Doch ein Minus muss ich dem Film anrechnen: Er hat Längen.
Gegen Ende hin schiebt sich dieses dann doch immer wieder - wenn auch gekonnt - hinaus. Aber obwohl man dann denkt, dass es doch langsam mal gut ist, kommt man damit klar - denn langweilig wird der Film nicht. Dennoch hätten ein paar Szenen weniger dem Film auch nicht geschadet.

Fazit

Diesmal mehr eine Liebeshymne an den Meister selbst, aber warum lange Reden schwingen, wenn man es auch kurz machen kann:
Meine Kritik kommt für Tarantino Fans sicherlich eh schon zu spät und wenn nicht: Auf geht`s, rein in den Film!

Für den Rest: Wer keine Probleme mit Blut und einen trockenen Humor hat, der ist hier genau richtig.

Note: 1-2

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