Filmkritik

{Kinofilm Kritik} "Jack Reacher" mit Tom Cruise, Regie: Christopher McQuarrie

20:04

"Jack Reacher" mit Tom Cruise, Regie: Christopher McQuarrie


Die Story

Innerhalb von wenigen Sekunden werden fünf Menschen auf offener Straße erschossen.
Der Täter ist schnell gefunden und der ehemalige Scharfschütze James Barr (Joseph Sikora) kommt in Untersuchungshaft.
Bevor er von Gefängnisinsassen ins Koma geschlagen wird gelingt es ihm jedoch der Polizei noch „Holt Jack Reacher“ mitzuteilen.
So kommt es dass dieser Jack Reacher (Tom Cruise) - der anfangs noch unauffindbar scheint - plötzlich im Raum steht und der im Untergrund lebende Ex-Army Ermittler  der Anwältin Helen Rodin (Rosamund Pike) dabei helfen soll den Fall zu untersuchen – und das obwohl Jack damals schwor Barr hinter Gitter zu bringen, da dieser im Golfkrieg zum Spaß bereits vier Menschen tötete.

Die Kritik

Ich musste gleich nach dem Film mal nachsehen wie viel Mitspracherecht Tom Cruise an dem Film hatte und siehe da: Er war zumindest Produzent. Eine Tatsache, die nicht gerade verwunderlich ist, da Jack Reacher der absolut Superheld in diesem Film ist. Natürlich so unglaublich sexy, dass jede Frau im Club sich im nachdreht und Cruise es sich nicht nehmen lässt seinen Body zu präsentieren,  selbstverständlich ist seine Rolle als Jack sowohl im Nahkampf als auch mit Waffen geübt, geschickter Autofahrer a la Stuntman-Fahrer aus „Drive“ und besitzt natürlich ein fotografisches Gedächtnis und detektivische Auffassungsgabe. Gibt es eigentlich was dieser Jack nicht kann?

Und auch die anderen Charaktere wirken leider nicht wirklich glaubwürdig – überzeugen doch gerade die neuen James Bond und Batman Filme dadurch, dass die Protagonisten endlich einen Charakter bekommen, werden diese hier nur zu oberflächlich und klischeehaft dargestellt.

„Jack Reacher“ ist nichts Neues. Ein Action Movie eben und ehrlich gesagt nicht ganz mein Genre. Wenn man schon ein paar Actionfilme gesehen hat ist auch „Jack Reacher“ nichts Neues mehr und bietet leider nur wenig überraschende Augenblicke.

Doch der Film ist dennoch nicht langweilig. Auch wenn er viel stärker anfängt, als er endet überzeugt er mit seinen Dialogen, die doch recht pfiffig und schlagfertig sind und den Film auflockern.
Aber auch hier läuft der Film bisweilen Gefahr, dass man ihn nicht mehr allzu ernst nehmen kann. Ich allerdings nahm die trockenen Sprüche Jacks als willkommene Abwechslung zu den ganzen Actionszenen auf und diese bescherten auch dem Publikum einige Lacher.
Diese Lacher und die Tatsache, dass der Film trotz mauer Story nicht langweilig wird macht „Jack Reacher“ trotz allem gut.

Da ich kein Tom Cruise Fan bin und mich „Jack Reacher“ auch nicht von Gegenteil überzeugen könnte halte ich mich in seiner Bewertung zurück, möchte aber Nachwuchstalent Jai Courtney erwähnen, der meiner Meinung nach zwar keine Glanzleistung vollbracht hat, dem man den bösen Schurken aber dennoch abnehmen konnte und auch in einer ‚gutmütigen‘ Szene mit lieben Augen überzeugt.

Fazit:

Definitiv ein Film für die Fans von Tom Cruise: Selten hat man ihn geiler erlebt ;)
Vielleicht können Action Fans dem Film etwas mehr abgewinnen als ich, dennoch: Ein Film, den man vielleicht nicht ewig im Gedächtnis behalten wird, mit dem aber durchaus seinen Sonntagnachmittag totschlagen kann. 

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