Filmkritik

{Kinofilm Kritik} Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (Mit und von Ben Stiller)

16:30

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty 

Meine neuste Filmkritik möchte ich mal - für mich ganz untypisch - musikalisch beginnen.








Die Story

Der ruhige, in sich gekehrte Walter Mitty (Ben Stiller) arbeitet seit Jahren bei Life!, um die Bilder der Zeitschrift zu archivieren. Viel hat er bisher in seinem Leben noch nicht erlebt, er ist weder gereist noch hat er sich großen Herausforderungen gestellt. Das wird ihm spätestens dann klar, als er sich bei einer Online-Flirt-Plattform registriert, auf welcher er seine Arbeitskollegin Cheryl (Kirsten Wiig) anhimmelt.
Denn dort kann er nicht wirklich etwas bei seinen Interessen einfügen. Mitty träumt sich lieber in Abenteuer, wird so zum Helden in spannenden Actionszenarien.
Dann jedoch erfährt er, dass viele Arbeitsstellen bei Life! gestrichen werden müssen und es nur noch eine letzte Printausgabe der Zeitschrift geben wird. Das Titelbild soll eine Aufnahme des berühmten Sean O'Conell (Sean Penn) werden, welcher seine Einwilligung aber nur für ein einziges, bestimmtes Bild gibt. Doch ausgerechnet dieses Bild scheint spurlos verschwunden zu sein.
So versucht Walter einen für sich sehr großen Schritt zu machen und aus seiner Traumwelt in die Wirklichkeit zu treten, um das Originalbild wieder zu finden.

(Es gibt zwei Trailer. Diesen hier und einen mit mehr Inhalt und Gerede. Den hier find ich aber so viel ergreifender :D ) 

Die Analyse

"Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" war ein Film auf den ich mich wirklich schon seit Monaten freute - und das seit ich zum ersten Mal den Trailer erblickte. Der Film wirkte bereits in diesem wie für mich gemacht. Ich, die kleine Träumerin.
Es dauerte gar nicht lange, da fand ich mich in Walter Mitty wieder. Vielleicht bin ich nicht ganz so in mich gekehrt wie dieser, doch dieses sich in andere Welten spinnen, das was man doch so gerne jemanden in Gesicht donnern würde nur still und leise ausmalen, ja, das passte doch sehr gut.
Und so fühlte ich mich schon von der ersten Minute an heimisch in dem Film.

Die Bilder sind mit wunderbarer Sorgfalt ausgewählt, reisen einen mit und sind unglaublich schön anzusehen. Man bekommt richtiges Fernweh, wenn man die Berge, das Meer, die atemberaubende Landschaft sieht.
Dazu kommt der Punkt, mit dem ich direkt starten musste:
Der Soundtrack holt einen direkt ab. Ich finde ihn so grandios, er geht richtig ins Herz.
Die Kombination aus atemberaubendem Bildern und wunderschöner Musik weckte in mir das Bedürfnis meine sieben Sachen zu packen, zu verreisen und alles mit der Kamera festzuhalten.

Obgleich der Film sich mit dem Tagträumer Mitty (und dessen Tagträumen) beschäftigt, wirkt der Film gleichzeitig so real, dass man gar nicht umhin kommt, den Film auch auf die Wirklichkeit zu übertragen.
Unwahrscheinlich, dass die Welt der Printmedien zugrunde geht ist es sicherlich auch nicht.
Der Film weckt die Abenteuerlust in einem, lässt einen von weit entfernten Ländern träumen, sagt einem: Lebe dein Leben! Packe es an! Vielleicht weniger träumen und es einfach tun.

Hier und da hat der Film auch ein paar Stellen, die übertrieben sind, klar, dennoch kann man ihn so wunderschön auf sein eigenes Leben übertragen.
Ich persönliche werde das Träumen wohl nie ablegen können, aber die wichtigen Dinge, die die einem am Herzen liegen, die sollten auch ausgeführt werden.
So kommt der Film weitgehend mit dezentem Witz und Charme daher.

Ich bin jetzt kein riesiger Ben Stiller Fan, aber die Rolle nehme ich ihn einfach ab.
Genauso wie Sean Penn, der sowieso meine Meinung nach einfach etwas faszinierendes hat - und somit perfekt in seine Rolle passt.


Das Fazit

Der Film ist dank der tollen Kameraarbeit und dem spitzen Soundtrack echt etwas für Auge und Ohr, mit einer tollen Botschaft.
Manche Szenen hätte man weglassen können, da sie zu schnell ins parodistische kommen, dennoch fängt er sich immer schnell wieder und begeistert. Zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht.  

Der Film ist für alle Träumer - für alle Weltenbummler und meiner Meinung nach für alle Fotografen.
Denn um das geht es ja in dem Film: Ein Bild. Und so manche Anekdote finde ich für 'unsere' Branche so wunderbar zutreffend und berührend, das sich einige Fotografen in dem Film sicherlich wiederfinden werden ;)

Für mich ist klar: Das Vorfreude wurde erfüllt, der Soundtrack wird gekauft und ein absolutes Muss ist diese wunderschöne Welt zu entdecken!!!

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2 Kommentare

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