Filmkritik

{Kinofilm Kritik} Die Eiskönigin - völlig unverfroren

16:02

Die Story

Jetzt sitz ich mal wieder hier und überlege wie man die Story am besten so zusammenfassen kann ohne zu viel zu verraten. Wirklich eine schwierige Aufgabe ;) 

Aufgrund eines Streits zwischen den Königstöchtern Elsa, welche magische und zugleich gefährliche Kräfte hat und ihrer jüngeren Schwester Anna, kommt es zu einem Zwischenfall, der zur Folge hat, dass das Königreich Arendelle in eine Schneelandschaft verwandelt wird.
Elsa flieht und die Bewohner der Stadt wollen diese, in der Hoffnung den Fluch aufzuheben, ausschalten.
Nur Anna und ihre große Liebe Hans sind von Elsas guter Seele überzeugt und so kommt es, dass Anna sich auf die Suche nach ihrer großen Schwester macht, um die Stadt von dem ewig-drohendem Eis zu befreien.
Begleitet wird sie hierbei nach und nach von dem Eishändler Kristoff, seinem treuen Rentier Sven, und dem vom Sommer träumenden Schneemann Olaf.
Ein Abenteuer beginnt...


Die Analyse

Disney is back!
Ich war wirklich, wirklich positiv überrascht.
Ich bin ja ein absoluter Disney Fan - als Kind habe ich die ganzen Disney Filme verschlungen und ich schau sie bis heute immer noch gerne. Doch nachdem sich Disney mit Pixar zusammen tat, hat es für mich irgendwie an Reiz verloren.
Der gewisse Zauber, das Tiefgründige, das sonst immer auf kindliche Art vermittelt wurde schien verloren gegangen zu sein.
Die Filme konnte man sich zwar anschauen und waren unterhaltsam, aber kaum einer ging ans Herz.
Das war nun mit "Die Eiskönigin - völlig unverfroren" ganz anders.

Nicht zu Unrecht wurde der Film nun auch zum erfolgreichsten Disney Film.
Die animierte Komödie spielte bislang 336,6 Millionen Dollar ein. Damit übertrumpft er sogar "Den König der Löwen", mit dem Disney 1994 knapp 313 Millionen Dollar umgesetzt hatte. (Den besten würde ich ihn vielleicht nicht nennen, aber die Beliebtheit kann ich absolut nachvollziehen!)

Der Film erzählt von Selbstaufopferung, Selbstfindung (sehr gut veranschaulicht in dem Ohrwurm "Let it go"), Liebe und von Geschwistern, die sich entfremdet haben.
Mit Elsa, der Eiskönigin, wird endlich mal wieder eine facettenreiche, komplexe Persönlichkeit geschaffen, die - wie normalerweise eher unüblich - nicht den typischen Ur-Bösewicht verkörpert.
Statt zu kämpfen und alle zu strafen resigniert sie und flüchtet.

Die Szenen sind wunderschön animiert und gestaltet. Die Leinwand wird zu einem Winterwunderland und der Schnee erscheint in seinen schönsten Formen und in allen Möglichen Variationen, dass sogar ein Wintermuffel (wie ich es bin) Lust auf Schnee bekommt.
Der Schnee wirkt magisch und als Elsa sich ihr zauberhaftes Eisschloss erschafft bekommt auch der letzte Zuschauer Lust Urlaub im Schnee zu machen.

Natürlich darf in einem Disney Film auch der Sidekick nicht fehlen.
Dieser ist in diesem Fall Olaf, der Schneemann, der ironischer weise davon träumt einen Sommer zu erleben und sich daher mit Anna auf die Suche nach Elsa macht, um den Winter zu verbannen.
Wie schon Timon aus König der Löwen oder Sebastian in Arielle schleicht sich auch Olaf in jedes Herz und sorgt für den ein oder anderen Lacher.

Natürlich muss man, um diesen Film zu lieben, auch ein bisschen Kind geblieben sein.
Wie für Disney üblich wird wieder jede Menge gesungen und der Film bekommt Musical-Züge.
So sind manche Lieder doch etwas übertrieben und lassen ein bisschen schmunzeln, andere Songs dafür wirklich hinreißend und gut gelungen.

Als ich meinen Freund fragte, ob dieser mit mir in den Film geht, stimmte dieser zu und ich war höchst verwundert darüber, weil er mit Disney Filmen nicht viel anfangen kann und ihn das ganze Gesinge nervt. (Man muss zu seiner Verteidigung dazu sagen, dass er a) ein Mann ist und b) in Turkmenistan nicht mit Disney Filmen aufgewachsen ist!)
Am Kino stellten wir dann fest, dass er dachte es handle sich um die Verfilmung der Marry Poppins Geschichte mit Tom Hanks und er war dann doch etwas irritiert und auch schockiert.
Letztendlich hat aber auch ihm der Film gefallen - die Singerei hat er einfach ausgeblendet ;)


Das Fazit

Disney hat es endlich wieder geschafft, dass mir sogar diesen Winter warm ums Herz wird.
Der Film ist für alle Disney-Fans und all die, die Kindergeblieben sind ein Muss.
Und wenn man eine kleine Schwester (Enkel, Tochter, Nicht, wie auch immer) hat, dann ist das doch echt eine gute Ausrede ;)
Eine wunderschöne, magische Geschichte mit viel Herz!






Das find ich übrigens sehr faszinierend.
"Let it go" in 25 verschiedenen Sprachen. Hierbei merkt man ganz gut, 
wieviel Mühe man sich macht, um die Stimmen ähnlich klingen zu lassen!


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4 Kommentare

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