Filmkritik

American Hustle (Regie: David O. Russell )

16:56

Juchhuuu, bald habe ich alle Film der Kategorie "Bester Film" durch!
Der nächste auf der Liste war "American Hustle".

Die Story

Ende der 1970er. Irving Rosenfeld (Christian Bale) hat schon als Kind gelernt, dass man betrügen muss, um erfolgreich zu sein. Und so kommt es, dass er nicht nur mehrere Waschsalons führt, sondern auch illegale Geschäfte mit gefälschten Kunstwerken macht oder auch von Personen, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, hohe Gebühren ergaunert, um ihnen einen angeblichen Kredit zu verschaffen. Als er dann auch noch die wunderschöne und schlaue Sydney Prosser (Amy Adams) kennen lernt, wird diese nicht nur seine Geliebte, sondern auch seine Geschäftspartnerin - und sie werden mit ihren illegalen Geschäften unschlagbar.

Doch der FBI-Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) wird auf die beiden aufmerksam und bietet ihnen daher einen Deal an: Die beiden sollen ihm dabei helfen, die korrupten Politiker zu entlarven.
Es beginnt ein wirres Katz und Mausspiel, bei dem auch plötzlich Irvings Ehefrau (Jennifer Lawrence) und die Mafia mitmischt.



Die Analyse

Wenn ich "American Hustle" mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre das: Wirr. Und dennoch: sehr gut. Teilweise saß ich wirklich im Kino und über meinen Kopf hätte man mehrere Fragezeichen schwirren sehen können. Glücklicherweise lichten sich die meisten von denen aber nach einer Weile wieder.
Und dennoch ist er auf eine andere Art doch sehr leichte Kost. Er liegt nicht schwer im Magen und hinterlässt keinen faden Beigeschmack. Er erzählt nicht von einer tragischen Geschichte oder einer tiefgründigen Begebenheit. Er ist einfach pure Unterhaltung - und das keinesfalls böse gemeint.

Ähnlich wie bei "The Wolf of Wall Street" geht es um korrupte Größen, die nur das große Geld im Auge haben.
So sehen wir einen fetten, ekligen, glatzköpfigen Christian Bale in seiner wohl unvorteilhaftesten Rolle. Von dem erotischen, muskulösen Batman ist da nur noch wenig zu sehen. (Witzig daran finde ich vor allem den Vergleich dazu zu "Dallas Buyers Club" in dem sich der Hauptdarsteller runterhungern musste)
Wie auch schon Leonardo DiCaprio als Jordan Belfort, ist Irving dank seiner Abgebrühtheit und seiner Überredungskunst ein wahres Betrügergenie.


Viele Größen, die man in einem Film sehen kann. Und allesamt spielen sie gut. Meiner Meinung nach spielt Jennifer Lawrence aber alle an die Wand. In einer Rolle, die ich ihr niemals zugetraut hätte, spielt sie die typisch rumnörgelnde und zugleich verrückt depressive Ehefrau.
Ich finde sie und ihren Charakter wirklich grandios.



Aber ist American Hustle wirklich 10 Oscarnominierungen wert? Ich finde den Film definitiv gut, er hat mich unterhalten und ich könnte ihn guten Gewissens weiter empfehlen, dennoch hat er für mich einfach zu wenig Tiefe. Und im Hinblick auf die anderen bisher gesehenen Filme habe ich definitiv schon andere Favoriten für die nominierten Kategorien.

Das Fazit

Ein wirklich guter Film mit vielen Wendungen und Irrwegen, guten Schauspielern und witziger Unterhaltung. Aber in meiner Oscarzusammenfassung (die wohl Ende der Woche kommen wird) wird der Film definitiv etwas hinten runter fallen.
Blendet man die Oscarnominierungen mal aus ist es dennoch definitiv ein Film, den ich weiterempfehlen würde!

Note: 2+


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7 Kommentare

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