Filmkritik

Dallas Buyers Club

13:20

Der Film

Ron (Matthew McConaughey) ist ein Cowboy durch und durch. Frauen, Drogen, Stierkämpfe gehören bei ihm zur Tagesordnung. Doch sein exzessiver Lebensstil wird ihm zu Verhängnis, als er aufgrund eines zunächst harmlos erscheinenden Arbeitsunfalls erfährt, dass er HIV positiv ist. Die Ärzte geben ihm eine Lebenswahrscheinlichkeit von knapp 3 Wochen, was Ron in ein Loch stürzen lässt. Für ihn ist AIDS eine reine Schwulenkrankheit, womit er sich nicht abfinden will.
Da aber in den USA noch keine Medikamente gegen AIDS zugelassen sind, beginnt für ihn eine Suche nach einem passenden Gegenmittel und der Kampf mit einer schweren Krankheit...
Mehr möchte ich erst einmal nicht verraten. 



Die Analyse

Ein Film aus der Oscarnominierten Reihe, auf den ich mich wirklich schon monatelang gefreut habe und der mit Kinostart natürlich sofort angeschaut werden musste!
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Es fehlt mir schwer in Worte zu fassen, was und warum mir genau dieser Film gefallen hat - ich denke am besten ist es man schaut sich den Film einfach selbst an - aber ich werde natürlich trotzdem mein Bestes geben.

Matthew McConaughey ist großartig. Zugegeben, ich hab ihn erst gar nicht erkannt.
Für alle die - genau wie ich - im Trailer gar nicht erkannt haben, um wen es sich handelt, ich bin mir sicher diesen Schönling kennt ihr auch:

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Für den Film hungerte er sich an die 20 Kilo runter (was ich immer wieder erschreckend finde, wie schnell das dann für einen Filmjob geht...) und sieht richtig kränklich und zerbrechlich aus. Aber es hat sich gelohnt! Nicht nur den kränkliche Anblick des abgemagerten Muskelpakets schmerzt, sondern seine ganze Erscheinung und Darstellung. Noch nie habe ich diesen Schauspieler so positiv wahrgenommen wie in diesem Film. Er kann mehr als nur gut aussehen. Er kann schauspielen! Und so steht Matthew McConaughey zurecht an der Seite von Leonardo DiCaprio und Bruce Dern (Nebraska) im Kampf um den Oscar für den besten Schauspieler.
(Okay, in seinem kurzen Auftritt in "The Wolf of Wall Street" war er auch genial, aber zu kurz, als dass man sich sein Gesicht lange merken könnte!)

Ebenso faszinierend Jared Leto als Transsexueller. Wie oft ich mich mit dem Gedanken erwischte: "Mein Gott, was für eine schöne Frau!"
Er spielt den Transvestit so glaubwürdig, dass man glauben könnte der Frauenschwarm aus "30 Seconds to Mars" hätte wirklich weibliche Züge an sich. Dies gepaart mit der schweren Krankheit, die ihn immer mehr einholt, macht ihn wirklich zu einer richtigen Schauspielgröße.
Mein absoluter Favorit für "Den besten Nebendarsteller" dieses Jahr!

Der Film basiert auf der Biographie des echten Ron Woodroof und wirkt wahrscheinlich gerade deswegen so authentisch. Ohne auf die Tränendrüse zu drücken rührt der Film. Mit ruhigen Szenen, die keinesfalls Hollywood-Standard sind. "Dallas Buyers Club" erzählt die Geschichte einfühlsam und langsam.
Es geht um das Leben und wie schnell es einem genommen werden kann. Das Kämpfen um gerade dieses und die Übermächtige Pharmaindustrie, von der man annehmen sollte, dass es deren Hauptziel ist dies zu unterstützen - und nicht den großen Profit zu erlangen.
Und es kommt sogar noch ein weiterer Punkt dazu: der Umgang mit Homosexualität und all den damit verbundenen Vorurteile.



Fazit

Dallas Buyers Club wäre für mich aufjedenfall ein verdienter Gewinner für den Oscar für den besten Film. (Auch wenn er für mich persönlich in enger Konkurrenz zu "Nebraska" steht, aber beiden würde ich es natürlich gönnen.)
Leider scheint der Film, wie auch schon Nebraska, in sehr wenigen Kinos in Deutschland zu laufen. Eine Tatsache, die ich gar nicht nachvollziehen kann.
Es ist auf jedenfall ein Film, der mehr als sehenswert ist. Und das vor allem wegen der grandiosen Schauspieler!

Note: 1-

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