Fotos

Von nasskalten Tagen

19:00

Man könnte meinen wir seien ein bisschen verrückt gewesen. Warum um alles in der Welt sollte man in einem Sommer, der gar keiner zu sein scheint, an einen dunklen, kalten, abgelegenen Ort fahren und sich ins kühle Nass setzen, um schöne Fotos zu machen ?


Eine liebe Visagistin (Susanne Drayton, die ich bei einem super coolen Projekt kennenlernen durfte, von welchem ich euch noch zum passenden Zeitpunkt berichten werde) und ich hatten eine Idee für ein Shooting. An einem Gewässer sollte der Ort sein. Mit langen Tüchern, etwas Verwunschenes haben. 
Ein Model mit welchem ich schon zuvor im Kontakt stand war begeistert von der Idee und wollte mitmachen. Bis sie sich dann aber eines Tages plötzlich nicht mehr zurück meldete und unerreichbar wurde. Das typische Spielchen, das wohl alle Fotografen - und sicherlich auch einige Models - wohl nur allzu gut kennen. 

Nun, Susanne und ich hatten das Gewässer ohnehin noch nicht auserkoren und so ging die Suche nach Model und Location weiter.
Bis alles dann plötzlich doch viel zu schnell ging und in ein viel zu ungeplantes Shooting stürzte. Eine Freundin von Susanne, die liebe Alina, war bereit sich im Wasser ablichten zu lassen und ich erblickte zeitgleich Bilder von der sogenannten "Margaretenschlucht", die viele, viele Kilometer von uns entfernt im Odenwald lag, aber gerade zu fantastisch aussah. 
Ein Wasserfall. Gebirge. Wald ringsum. 
Das Problem: Viele Daten standen uns nicht zur Wahl und aufgrund von diverser Berufe der Beteiligten auch nur der früher Abend möglich.

Wir wollten unser Glück dennoch versuchen und eilten in den frühen Abendstunden in den Odenwald, wo wir besagte Schlucht zunächst nicht finden konnten.
Einen kleinen Fußmarsch später, ich verfluchte wohl noch nie mein Equipment mehr, und der untergehenden Sonne entgegen erreichten wir schließlich die Schlucht. Nahezu trocken.
Okay, aus meiner Idee mit im Wasser schwimmenden Tüchern musste sofort ausgeschlagen werden. Und viel Zeit blieb uns auch nicht. Aufgrund dieser Faktoren schienen wir zu vergessen, dass auch der Sommer kein wirklicher Sommer war und es ab 19 Uhr bitter kalt wurde.
Egal. Da musste die liebe Alina durch. Rein ins Nass.

Wenn ich mir die Bilder heute ansehe, dann tut sie mir noch mehr Leid, als an gleichem Abend, an dem mein einziges Ziel war noch die letzten Lichtstrahlen zu nutzen. 
Von der ursprünglichen Idee ist zugegebener Maßen nichts mehr übrig geblieben. Aber dennoch sind einige Bilder entstanden, die ich auf eine ganz andere Art auch sehr gerne mag. 

Das erste und einzige Foto, das von Alina geschossen wurde, ehe das wenige Wasser ihrer Frisur den Gar ausmachte. 









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