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15 Dinge, die man aus unnötigen Facebook Diskussionen lernen kann

14:40

15 Dinge, die man aus unnötigen Facebook-Diskussionen lernen kann

 


Ich wollte schon immer mal eine Blogüberschrift starten lassen mit "xy Dinge, die..." 
Yeah, tataaa, endlich habe ich es geschafft. Vielleicht darf ich mich jetzt Blogger nennen? :D

Wer kennt sie nicht? Die unnötigen Facebook Diskussionen: Bitchfight 2.0.
Aus aktuellem Anlass habe ich daher nun eine kleine Liste zusammengestellt mit den Dingen, die man aus diesen so unnütz oder gar kindisch erscheinenden Wortgefechten vielleicht doch noch lernen kann - oder einfach: "Was der Nuts so im Kopf herumgeht!"


1. Seine Meinung für sich zu behalten ist sowas von 80er. Warum sie nicht auch mit der Welt teilen? Wofür hat man denn das Internet? 
Wenn du eine Meinungsverschiedenheit / einen Konflikt mit oder eine Meinung zu jemanden hast, lasse aufjedenfall deine Community daran teilhaben. Du hast noch keine Community? Dann ist spätestens JETZT der richtige Zeitpunkt gekommen dir dafür eine Facebook Fanpage zu erstellen! (Aber Vorsicht, mach das nicht zu offensichtlich. Vordergründig sollte es immer um die 'eigentliche' Thematik deiner Seite gehen, sonst bringt all das Diskutieren ja nichts. Oder du nennst deine Seite einfach "Hatesite, Kritik und Meinungen von Max Mustermann" )

2. Öffentliches Gehate ist besser als jeder Kinobesuch. Interaktives Hartz 4 TV in Echtzeit, Livestream sozusagen. Und jeder hat die Möglichkeit sich einzumischen - das ist so viel einfacher, als es bei einer Prügelei auf der Straße der Fall wäre. Da macht man sich ja doch nur die Hände schmutzig. Hier kann man alles geben was man hat. Und sich danach wieder in den Weiten der Internetanonymität verstecken.

3. Es lebe die deutsche Rechtschreibung.  Du hast beschlossen die Diskussion aus oben genannten Grund zu verfolgen? Du wirst schnell merken: Es fällt sehr viel leichter sie zu lesen, wenn beide Seiten über gute bis zumindest ausreichend vorhandene Kenntnisse in Grammatik, Recht- und Großkleinschreibung verfügen. Gleiches gilt übrigens bei Kommentatoren. Also sei doch so rücksichtsvoll und ermögliche den Lesern ein einfacheres mitfiebern.


4. Aufmerksamkeit erlangt man sehr viel schneller, wenn man sich nur lange und provokant genug über eine bekannte Person lustig macht - sehr viel wirkungsvoller als durch gute Arbeit und Fleiß. Die geht in den Weiten des Internets ja doch nur unter. Im Gegenzug dazu kann man sich aber sicher sein: Provokation kommt irgendwo an. Immer.

5. Egal worum es ursprünglich ging- irgendjemand findet einen Grund einen "Ich bin ja kein Nazi, Aber"- Kommentar loszulassen und das Thema auf die bösen Flüchtlinge, Gutmenschen und das Scheitern der Politik und Lügenpresse zu lenken. Garantiert.

6. Der wohl wichtigste Tipp: Egal wie sehr es in dir brodelt, versuche dich so freundlichen und so  entgegenkommend wie nur irgend möglich auszudrücken.  Egal ob du hinter der Formulierung stehst oder nicht, ob du denjenigen am liebsten verprügeln oder mit den unaussprechlichsten Flüchen beleidigen würdest, das tut hier nichts zur Sache. Schließlich hast du die Diskussion aus irgendeinem Grund öffentlich gestartet und dies kann mit - gespielter -  Gelassenheit zu deinem Vorteil genutzt werden.
Dies ist ungeheuer wichtig, um erste Sympathiepunkte schon in der ersten Runde zu erlangen und kann letztendlich über Sieg oder Niederlage entscheiden.

7. Personen des öffentlichen Lebens ziehen mehr Solidarität und Zusammenhalt auf sich, als es jede Ungerechtigkeit und jedes traurige Schicksal dieser Welt es je könnten.

8. Der Mensch mit der größeren Reichweite, der größeren Follower Anzahl oder auch die Person, mit dem größeren Einkommen sitzt immer am längeren Hebel. Also prüfe genau mit wem du dich anlegst.

9. Gleichzeitig wird aber auch eine große Follower Zahl der Gegenseite die Besucherklicks und Interaktion mit deiner Seite umso mehr steigern. Falls du dich also in dieses Gefecht manövrieren willst, besorg dir vorher ein dickes Fell. Oder zwei.

10. Fühlst du dich einsam? Möchtest du mehr Interaktion mit deinen Followern? Die "Stell deine Seite vor"-Beiträge sind nicht mehr so vielversprechend wie sie einst waren?
Mit einer Onlinediskussion holst du deine Follower wieder aus den letzten Nischen. Wer möchte sich schon aus einer so aufheizenden Diskussion raushalten?


11.
Ein solches Wortgefecht tritt in einem Newsfeed, welcher oft von immer gleichen und langweilenden Beiträgen geprägt ist hervor. Mehrmals. Und wieder. Und wieder und...

12. "Shitstorm" sollte eine anwählbare Funktion im Werbeanzeigenbereich bei Facebook werden. Ganz eindeutig.

13. Onlinediskussionen sind eigentlich ziemlich traurig, wenn Jan Böhmermann nicht daran beteiligt ist. Keiner verfügt über die richtige Portion Sarkasmus wie er. Selten sind herausragende Intelligenz und Dummheit so nah beieinander wie auf seiner Seite. Dieses Wirrwarr der Gefühle und meisterhafte Unterhaltung schafft sonst kein anderer.


14. Der Ton macht die Musik. Kritik ist wichtig für die Entwicklung eines jeden Künstlers. Aber die Frage, die man sich als Kritiker vorher stellen sollte:  Hat der andere nach meiner Kritik gefragt? Ist meine Kritik wichtig und verbessert so - nachhaltig - etwas? Und wie formuliere ich sie, dass der andere daraus wirklich etwas mitnehmen und man trotzdem ein freundliches Miteinander führen kann?
Ach stimmt, das wäre ja gar nicht so effektiv. Vergesst den Ratschlag schnell wieder.

15. Es bringt die Nuss mal wieder zum bloggen. Und dazu endlich einen "xy Dinge, die" Post zu schreiben!!!

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