Die Nuss

Dem eigenen Glück im Weg stehen

16:39

Foto: Björn Vilcens
Ich würde von mir nicht sagen, dass ich ein positiver Mensch bin.
Im Gegenteil, ich hab lange Zeit gebraucht, um tatsächlich glücklich und zufrieden zu sein, das war ein langer Weg.
Und auch heute merke ich, dass mich negative Dinge oft viel mehr runterziehen, als sie eigentlich sollten. Es gibt sogar Tage, da genieße ich ein bisschen melancholisch sein zu können, Gedanken nachzujagen, weil ich mittlerweile kaum noch Zeit dazu habe.
Aber im Großen und Ganzen kann ich heute von mir behaupten: Ich bin glücklich, zufrieden und versuch mich vom Negativen nicht allzu lang ablenken zu lassen, sondern schnell das Positive im Geschehenen zu finden.

Wenn ich überlege wie meine Jugend war, dann ist das für mich heute unvorstellbar.
Ich war wirklich sehr, sehr unglücklich. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Spielte nicht nur einmal den Gedanken mich in Therapie zu begeben, weil es für mich nichts Schöneres gab, als mich einsam zurück zu ziehen und traurigen Gedanken nachzuhängen.
Und an irgendeinem Punkt, nach der letzten gescheiterten Beziehung, merkte ich, dass ich das so nicht mehr wollte, setzte die Pille ab (Ja, ich bin der großen Überzeugung, dass das ebenfalls eine große Rolle spielte, aber dazu gern mal mehr) und beschäftigte mich mit NLP (Neurolinguistische Programmierung).

Foto: Björn Vilcens

Heute merke ich: Beim Unglücklichsein, ist der Faktor des Unglücks man selbst. Man selbst ist derjenige, der sich die negativen Gedanken aufdrückt, sie immer und immer wieder im Kopf durchkaut, viel zu sehr gewichtet.
Mir reicht ein Scrollen durch meine Facebook Timeline und ich bemerke mit was für unnötigem Müll man sich beschäftigen kann - offensichtlich sind die Geschehnisse ja sogar so entnervend, dass man sie auf Facebook teilen muss. (Und damit meine ich nicht die gravierenden Dinge, sondern dass man sich über die Verspätung der Bahn, etc. aufregt)
Testet es doch mal, allgemein oder bei euch selbst: Scrollt mal durch die Timeline und beobachtet wie oft ihr das Wort "genervt" lest.
Und dann überlegt mal wegen was die Leute genervt sind, und ob die Dinge wirklich so gravierend sind, dass es wert ist, sich damit zu belasten.
Dazu kommt ein weiterer Faktor, der den Leuten vielleicht gar nicht so bewusst ist: Sie ziehen die anderen, die das lesen, einen kurzen Moment mit runter. Weil man sich damit beschäftigt, auch wenn man es nur liest. Und es mit seinen eigenen negativen Erlebnissen abgleicht.

Foto: Björn Vilcens

Foto: Björn Vilcens
Ich habe eine Freundin, die wirklich in Allem was ich ihr erzähle immer das Negative sieht. In ALLEM. Anstatt sich über Dinge zu freuen, findet sie direkt die Dinge, die daran schief gehen könnten. Bei einem schönen Foto sieht sie das was sie hässlich findet schneller, als dass sie es genießen kann. Beim Essen zählt sie die Kalorien. Und da ich merke, wie mich das mit runterzieht. Mich nicht mehr so sehr drüber freuen kann, wie wenn sie einfach nichts dazu gesagt hätte.
Nachdem mir das aufgefallen ist, versuche ich mittlerweile schon direkt auf andere Gedanken zu kommen. Weil ich mich nicht mit so viel Negativität beschäftigen möchte. Weil es mich belastet.

Denn wenn man seine Gedanken ins Positive dreht, dann geht man Dinge auch gleich ganz anders an.
Murphys Law.
Was man dem Unbewussten als wahr übermittelt, wird wahr.
Man hat herausgefunden, dass Menschen, die positiver durchs Leben gehen öfter Geld auf der Straße finden, als diese, die negativ durchs Leben gehen.
(Was btw erklärt warum mein Freund immer 20 € findet, ich aber nur 1 Cent bis 1 € :-D )
Das hängt auch damit zusammen, dass man negative Dinge immer stärker gewichtet und positives schneller vergisst. Man steht im Supermarkt IMMER in der langsamen Schlange, man steht auf der Strecke IMMER im Stau. Ist das nicht traurig?

Foto: Björn Vilcens
Dabei ist es doch so: Es macht uns glücklicher in negativen Geschehnissen das Positive zu sehen, auch wenn es nicht immer einfach ist. Und nein, ich will damit nicht sagen, dass man blauäugig durch die Welt gehen sollte. Aber wenn man genauer hinsieht hatten auch viele schlechte Ereignisse auch später etwas Gutes. Der Herzschmerz beim Ex hat hinterher zur großen Liebe geführt. Die Absage beim letzten Vorstellungsgespräch den Traumjob.
Und lässt man sich nicht zu sehr von den negativen Ereignissen übermannen, geht man fröhlicher durchs Leben. Geht man fröhlicher durchs Leben, geht man Dinge positiver an. Geht man Dinge positiver an erreicht man viel häufiger seine Ziele, als wenn man sie schon von Anfang an schlecht redet.
Isch'schwör!



Was ich damit sagen will? Hört verdammt nochmal auf euch selbst im Weg zu stehen. Überlegt euch, ob es das alles wirklich wert ist. Wenn wir ehrlich sind ist es nie wert genervt zu sein, denn es macht uns kein Stück glücklicher. Klar, Luft rauslassen tut mal gut, aber dann muss auch wieder gut sein. Schenkt dem Negativen nicht zu viel Aufmerksamkeit. Denn das macht euch nicht glücklich. Und ich versprech euch: Glücklich sein fühlt sich sehr viel besser an, als sich selbst zu bemitleiden.




PS: Fotos sind schon etwas älter, aber finden endlich mal einen Beitrag ;)
Danke an die Fotos von Bjoern Vilcens - Fotograf und das wunderschönste Make Up von meiner liebsten Lotus Stylistix. Ja, das auf den Fotos bin ich ;) 

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