Dies und Das

INTERVIEWREIHE Seine Leidenschaft zum Beruf machen,Daniel Dornhöfer

17:15

Es mag nicht immer einfach sein, aber wir brennen für das, was wir machen. Wir verdienen unser Geld mit dem, was wir lieben. Wir haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Heute möchte ich eine Interviewreihe zur Thematik "Seine Leidenschaft zum Beruf machen" starten. Wenn das Hobby nicht länger nur noch Hobby ist, mag das Gute und auch Schlechte Seiten haben. Das Wichtigste aber ist: Wir sind glücklich mit dem WAS wir tun. Da ich das große Glück habe in den letzten Jahren viele solcher Menschen kennengelernt zu haben möchte ich euch ein paar dieser Personen vorstellen. Mit eben diesen Leuten habe ich nun ein kleines (oder auch größeres) Interview geführt, um zu erfahren wie sie ihre Leidenschaft gefunden haben und wie man dadurch auch beruflich glücklicher werden kann.

Heute starte ich diese Interviewreihe mit Daniel Dornhöfer, einem Fotografen, den ich schon seit seiner Ausbildung verfolge - da er nämlich schon damals immer sein eigenes Ding machte und ich
das bewunderte.
Aber genug Gefasel, legen wir los.

Nuts: Daniel, freut mich sehr, dass du Lust hattest bei dieser Interviewreihe mitzumachen! 
Erzähl doch erst einmal wer du bist und über welche Leidenschaft wir heute sprechen. 

Daniel: "Wie du schon erwähnt hast: Ich heiße Daniel! Ich bin 29 Jahre alt, komme aus dem schönen Mainz und bin mit Herz und Seele Fotograf."

Nuts: "Wie kamst du denn zum fotografieren? Und wie lange arbeitest du schon als Fotograf?"

Daniel: "Das hat eigentlich schon angefangen als ich recht jung war. Schon da hatte ich immer eine Kamera mit dabei und habe alles mögliche fotografiert. Irgendwann hat das dann leider aufgehört. Ich glaub einfach, dass die Faszination der Computerspiele mich ein wenig abgelenkt hat. Irgendwann aber kam ich dann mit Photoshop in Kontakt und da entwickelte sich nach einiger Zeit einfach der Wunsch auch eigene Bilder und Ideen umzusetzen. Das war der Moment, in dem ich mir eine kleine Digitale Knipse von Fuji kaufte.
Irgendwann wurde diese dann durch eine Canon Bridge Kamera ersetzt, die dann wiederum 2010 durch eine Canon 550D ersetzt wurde. Das war dann auch so die Zeit, in der ich ernsthaft angefangen habe mich mit der Fotografie auseinanderzusetzen. Anfangs hab ich erstmal nur das fotografiert, was man wohl immer so fotografiert wenn man damit anfängt. Mit der Zeit habe ich aber immer öfter Personen fotografiert. 2012 begann ich dann mit der Ausbildung zum Fotograf, die ich 2015/2016 beendete."

Nuts: "Was gefällt dir denn an deinem Beruf als Fotograf?" 


Daniel: "Die Abwechslung. Mir war es immer schon wichtig, dass ich , wenn ich schon 80% meines Lebens mit arbeiten verbringe, es ein Beruf sein soll der mir Spaß macht. Und da ich ein Mensch bin der sich schnell langweilt und Abwechslung braucht, habe ich in der Fotografie den perfekten Beruf für mich gefunden. Ich kann meine Kreativität ausleben, immer wieder Neues ausprobieren, bin viel unterwegs und lerne nette und interessante Menschen kennen. Ich mache Erfahrungen, von denen ich niemals glaubte, sie machen zu können."

Nuts: "Woran machst du denn fest, dass das der richtige Weg für dich ist?"

Daniel: "Bauchgefühl. Solange ich glücklich bin, ist es der richtige Weg #volldeepundso"

Nuts: "Wie sieht dein Privatleben aus? Wie sehr übst du deinen Beruf auch noch privat aus?"

Daniel: "Da Fotografie meine Leidenschaft ist, ist sie eigentlich immer auch in irgendeiner Weise präsent. Und das empfinde ich auch als Vorteil: es gibt für mich keine festen Arbeitszeiten oder ähnliches, was wiederum heißt, dass ich doch relativ flexibel bin. Trotzdem nehme ich mir auch die Zeit und das Recht, mal die Kamera und die Fotografie zur Seite zur legen und meine Zeit einfach mal mit anderen Dingen zu verbringen. Auch wenn ich die Fotografie liebe, finde ich, dass es gesund ist, auch mal kleine Auszeiten zu nehmen. Das heißt diese Zeit verbringe ich mit meiner Freundin, meinen Freunden und meiner Familie oder bin einfach mal den ganzen Tag am bingen oder zocken. Trotzdem ist für alle Fälle eine Kamera in greifbarer Nähe. Fotografie ist ja nicht nur ein Beruf, es ist auch ein Weg Ereignisse und Erinnerungen für die Ewigkeit festzuhalten."

Nuts: "Was denkst du sagt dein Beruf über deine Persönlichkeit aus? Wie sehr identifizierst du dich mit deinem Beruf?"

Daniel: "Ich weiß gar nicht ob ich diese Frage wirklich beantworten kann. Ich bin Fotograf, es ist ein Teil von mir, ohne den ich mir ein Leben gar nicht mehr vorstellen kann."

Nuts: "Das klingt doch mal nach purer Leidenschaft. Schön! Aber Leidenschaft hin oder her. Es gibt immer auch wieder Tage an denen man sich dennoch motivieren muss. Aber: Was motiviert dich?" 

Daniel: "Das immer wieder neue Setzen von Zielen und Herausforderungen. Einfach der Drang sich zu entwickeln und nicht auf der Stelle stehen zu bleiben."

Nuts: "Ha, Ziele setzen. Guter Punkt! Was sind denn deine Ziele und Träume?"

Daniel: "Wie wahrscheinlich jeder ambitionierte Fotograf auch, möchte ich natürlich von meiner Arbeit leben können, was mittlerweile auch in eine ganz gute Richtung geht. Eines meiner aktuellen Ziele ist es, an einen Punkt zu kommen, an dem ich die großen internationalen Schauspieler portraitieren kann. Mein großer Traum wäre, mich als Fotograf wirklich entfalten zu können. An einem Punkt zu sein wo ich meine Ideen so umsetzen kann wie ich sie mir vorstelle. Sprich keine Rücksicht auf das Budget nehmen zu müssen, sondern einfach wie Gregory Crewdson mal nen Straßenzug sperren lassen und ein riesiges Set für ein Foto aufbauen."

Nuts: "Man kann ein bisschen raushören - so einfach wie sich das alle immer vorstellen ist das Fotografen Dasein nicht. Wie schwer bzw. leicht würdest du sagen, ist es seinen Traum zu leben?"

Daniel: "Es gibt wie bei allem Höhen und Tiefen. Das wichtige ist ein paar Terrier und Haifischgene zu haben. Man muss sich festbeißen und seinen Weg gehen. Klar kommen kleine und große Hindernisse, aber die warten nur darauf Überwunden zu werden. Ich bin nicht der Mensch der die Flinte ins Korn wirft, wenn es mal stürmisch wird, ich bin eher der, der mit wehenden Fahnen voranstürmt."

Nuts: "Du hast es ja bereits geschafft - aber was meinst du: wie findet man seine Leidenschaft?"

Daniel: "Ich muss da an einem Zitat von Whoopi Goldberg aus Sisteract 2 denken: 'Wenn Sie morgens in der Früh aufwachen und einfach nur Singen wollen , dann sind Sie eine geborene Sängerin!' Ich denke das sagt schon alles aus."

Nuts: "Okay. Werden wir mal konkreter was DEINE Fotografie betrifft. Was unterscheidet dich deiner Meinung nach von anderen Fotografen?"

Daniel: "Mein Name. Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, du kannst dich so individuell halten wie du willst, es gibt immer einen der es genauso oder ähnlich macht wie du. Im Grunde genommen ist es etwas, das die Kunden und Follower beurteilen müssen."

Nuts: "Zeig uns doch mal 3 Arbeiten, auf die du besonders stolz bist!" 

Daniel:

Exanguis Gesellenstück
"Das war meine Abschlussarbeit für die Ausbildung zum Fotografen.
Da ich schon immer sehr filmversiert war, wollte ich das auch irgendwie mit reinbringen. Also hab ich mich dafür entschieden, ein Plakat zu einem fiktiven Endzeitfilm zu machen.
Hierfür hab ich mich wochenlang mit dem Thema Filmplakat und Endzeitfilm auseinander gesetzt und sogar Kontakt mit einer Agentur in Hamburg aufgenommen, die für viele bekannte Produktionen, die Plakate gestaltet hat.
Für mich ist das Bild einfach ein Meilenstein, weil es das Ende meiner Zeit im Betrieb einläutete und den Anfang der Zeit in der ich mein eigener Herr bin. Und außerdem ist es einfach ein verdammt geiles Filmplakat (Grinst breit)."








Lara Croft Comic Con Germany Promotion Bild
"Eines der wenigen Bilder das mit einer Mittelformat Kamera fotografiert worden ist. Für mich ist es ein besonderes Bild, da es das aufwendigste und teuerste Bild für die Promotion der Comic Con Germany war. Bis auf den Hintergrund, sind das alles Requisiten, die ich für das Projekt angeschafft habe. Als Model stand dafür meine Freundin und die Schauspielerin Nathalie vor der Kamera. Sie war in der Zeit kurz in Deutschland, bevor sie wieder zurück nach Los Angeles ist. Es ist für mich einfach eines der besten Bilder 2016, da es auch genau so geworden ist, wie ich es mir Vorgestellt habe."

Sebi von Hydra Forge
www.facebook.com/hydraforge
"Und zuletzt Sebi von Hydra Forge. Seit 2014 arbeite ich mit den Jungs und Mädels von Hydra Forge zusammen. Dieses Portrait zeigt unser Mitglied Sebi. Ein Bild aus einer Fotoreihe, die ich zum einjährigen Jubiläum angefertigt habe (2014-2015 waren wir unter einem anderen Namen unterwegs). 
Für mich ist diese ganze Serie ein Highlight, die auch auf meiner Seite zu finden ist. Wir haben die Bilder mit einem umgefärbten Deckenbezug in einer Umkleide gemacht. Und mittlerweile ziert acuh genau dieses Bild - in einem schönen Rahmen - eine Wand in Sebis Wohnung. 
Und das ist ja wohl für jeden Fotograf eine Ehre, wenn eines seiner Bilder in einem Wohnzimmer irgendwo in Deutschland hängt." (Daniel lächelt über beide Ohren) 








Nuts: "Hey, super Daniel. 1000 Dank dir! Wirklich schöne Arbeiten. Damit wären wir auch fast am Ende angelangt. Aber hast du denn zum Abschluss noch einen Tipp an diejenigen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen möchten?"

Daniel: "Aufgeben ist keine Option. Man wird Opfer bringen müssen, aber denkt immer daran: es ist euer Leben, eure Zeit und ihr müsst auf dem Totenbett euch selbst Rechenschaft ablegen, ob ihr eure Zeit und euer Leben genutzt habt."

Nuts: "Starke Worte! Vielen Dank!"


Hier nochmal alle Links zu Daniel Social Media Kanälen: www.facebook.com/dornhoeferphotography

You Might Also Like

0 Kommentare

Subscribe and Follow

Follow on Bloglovin Blogverzeichnis

Social Media